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Im roten Herzen Australiens

So, die Hälfte der Zeit in Down Under ist nun definitiv um, sodass wir zur Belohnung eine Woche „Frühlingsferien“ hatten. Diese habe ich ein wenig verlängert und habe mich in das Abenteuer Outback gestürzt. Ich bin diesmal alleine aufgebrochen und habe am 24.09. meine Reise nach Darwin angetreten…

Part 1: Kakadu Nationalpark

Nachdem ich am 25.09. ganz früh morgens nach vier (!) Stunden Flug erst in Darwin angekommen bin und nur ziemlich wenig Schlaf hatte (es war sooo warm!), ging es um 6:30 Uhr los zur ersten Tour in den Kakadu Nationalpark. Die erste Station waren die Mary River Wetlands, wo wir eine „Krokodil-Cruise“ gemacht haben. Ich hatte anfangs zugegebenermaßen schon ein komisches Gefühl im Magen, aber dann war`s doch recht harmlos. Die Krokos liegen in der Sonne, um sich auf Betriebstemperatur zu bringen, aber wenn man nicht gerade die Hand ins Wasser hält und schön im Boot bleibt, ist das vollkommen ungefährlich. Danach ging es zum Ubirr an der Grenze zum Arnhem Land, wo es uralte Felsmalereien der Aborigines gibt und wo man eine Wahnsinnsaussicht über den ganzen Nationalpark hat. Abends im Camp hab ich das erste Mal Känguruh in Form eines leckeren Wraps gegessen (am offenen Feuer gekocht). Schmeckt eigentlich ein bisschen wie Rind, nur zarter. Nach einem lustigen Abend am Lagerfeuer haben wir unter freiem Himmel in Swags geschlafen. Das ist sozusagen nur eine Matratze, mit oder ohne Moskitonetz, wo man den tollen Sternenhimmel beobachten kann. Ich habe noch nie so viele Sterne auf einmal gesehen. Wahnsinn! Am nächsten Tag ging`s zu den Jim Jim Falls. Diese sind allerdings nur mit einem Allradauto und viel Erfahrung zu erreichen. Das hat vielleicht einen Spaß gemacht! Danach sind wir weiter zu den „Wasserfällen“ gewandert, die in der Trockenzeit allerdings kein Wasser führen. Dafür ist das Becken unten weitestgehend krokodilfrei, sodass man auch baden gehen kann. Was für eine Kulisse! Nach einem Besuch bei den Twin Falls (wo man besser nicht schwimmen geht) ging`s zum zweiten Camp. Diesmal ein echtes Bushcamp ohne fließend Wasser und Strom! Am letzten Tag sind wir zum Barramundi Gorge gewandert. Diesmal waren wir nicht unten im Becken schwimmen, sondern oben direkt am Wasserfall. Nach der Rückkehr in Darwin haben wir uns noch den wunderschönen tropischen Sonnenuntergang angeschaut, bevor wir uns alle auf ein Abschiedsbierchen im hosteleigenen Pub getroffen haben. Wir waren echt ne tolle Truppe. Alle zwischen 20 und 30, hauptsächlich Europäer und vier alleinreisende Mädels. Spaß hat`s gemacht!

Kakadu Nationalpark

Part 2: Darwin to Alice Springs

Nach einem frühen Aufbruch in Darwin sind wir irgendwann am Nachmittag in Katherine angekommen, wo auch unser erstes Camp war. Den Tag haben wir uns mit Paddeln auf dem Katherine Gorge vertrieben. Abends haben uns die „Nachbarn“ (eine andere Tourgruppe) zu ihrem Lagerfeuer eingeladen, wo der Guide Didgeridoo gespielt hat. DAS ist Australien! Am nächsten Morgen hieß es wieder um 5:15 Uhr aufstehen, schließlich mussten wir 1.500 km hinter uns bringen. Der erste Zwischenstopp war in Mataranka, wo es eine Thermalquelle mitten im Wald gab. Das Blöde dabei war, dass da hunderte von roten Fledermäusen leben, die oben in den Palmen hängen, ihr Geschäft machen und stinken. Naja, dafür sind sie wohl nützlich (für was auch immer). Mittagspause hatten wir dann in Daly Waters, wo es den ältesten Pub den Northern Territorys gibt. Der war ziemlich witzig, denn die Besucher lassen in der Regel immer irgendwas als Erinnerung zurück, sei es Unterwäsche, Abzeichen, Personalausweis (!), Führerschein, Autokennzeichen oder was auch immer! Das war mal wirklich eine interessante Sammlung! Am Abend sind wir in der Nähe von Tennant Creek angekommen, wo wir übernachtet haben. Vor der Abfahrt am nächsten Morgen sind wir zu einem Musikcenter der Aborigines gefahren. Wir waren die erste Gruppe, die das ausprobieren konnte. Aber nicht, dass ihr denkt, da wird Didgeridoo gespielt und auf Boomerangs geschlagen. Nein, der Aborigine von heute spielt E-Gitarre, Drums und Keyboard. Echt lustig! Danach haben wir ein wahres Wunderwerk der Natur bestaunt – die Devils Marbles. Mitten im Nichts liegen plötzlich ganz viele runde Felsen da. Die Aborigines glauben im Übrigen, dass das die Eier der Regenbogenschlange sind. Nach dem wir Cape Capricorn passiert haben (das ist der Breitengrad, wo die Tropen auf die Wüste treffen) sind wir endlich in Alice Springs angekommen. Am nächsten Tag hatte ich frei, sodass ich ein wenig die Stadt erkunden konnte. Bei an die 40 Grad war aber nicht sooo viel drin. Bin ein wenig durch die Mall gebummelt, war auf dem Anzac Hill, wo man die Stadt von oben sehen kann und bei den Royal Flying Doctors, bevor ich einen erlösenden Sprung in den Pool gewagt habe.

Von Darwin nach Alice Springs

Part 3: Red Center Safari

Nach dem Besuch einer Kamelfarm sind wir Richtung Uluru (offizieller Name für Ayers Rock) und Kata Tjuta (Olgas) aufgebrochen. Auch diesmal waren wir echt ne witzige Gruppe, wobei Iren dominierend waren. Das war echt ne Herausforderung, die zu verstehen. Mann, Mann, Mann! Und unser Tourguide Natalie (kurz Nats) war einmalig und super lustig! Das werde ich so schnell nicht vergessen. Auf jeden Fall waren wir bei den Kata Tjuta etwas wandern, bevor es zum Sonnenuntergang zurück zum Uluru ging. Wahnsinn, was da für Touristenströme eintreffen. Aber ist halt auch ein schönes Bild. Bei anderen Veranstaltern wurde sogar mit Schampus angestoßen, aber das war nicht unsere Preisklasse. Der neunte Tag begann bei uns schon verdammt früh (4:40 Uhr, um genau zu sein), denn wir wollten uns Uluru auch noch einmal bei Sonnenaufgang anschauen. Wo wird doch schon mal hier sind… Und danach wurden wir mit einer ganz besonderen Aktivität belohnt: 10 km Basewalk (um den Felsen herum), was etwa 2,5 Stunden gedauert hat. Es war schön, aber das mach ich NIIIIIIE wieder! Ich schwöre es! Es war einfach nur heiß und dabei ist noch nicht mal Sommer! Nach einem wohlverdienten Lunch, konnten wir den Rest des Tages im Bus schlafen, bevor wir in unserem nächsten Camp in der Nähe des Kings Canyon eingetroffen sind. Diesen haben wir dann am Samstag bezwungen. 6,6 km Wanderung inklusive Steilaufstieg. Aber bei den vielen Rentnergruppen durften wir uns nicht lumpen lassen... Nach einem Sprung in den Pool und Lunch ging es 5,5 Stunden auf dem Highway zurück nach Alice, wo wir uns abends noch auf ein Abschiedsdinner im „Saloon“ getroffen haben.

Red Center

Fazit: Es war eine anstrengende, aber wahnsinnig interessante und schöne Reise, auf der ich viele nette Leute kennen gelernt habe und Australien für mich entdecken konnte. Kurz um: Das wahre Australien ist das Outback und ich liebe es!

Hier ist noch ein nettes kleines Liedchen für alle Australien-Besucher, was uns Mum Norma vorgestellt hat: http://au.youtube.com/watch?v=eNEeq5qGh8I

 

5.10.08 15:11
 


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